MAK - Projekt Gewand

Durch die Aufnahme des Peter–und–Paul-Festes in das bundesweite „Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes, wurde einerseits die Arbeit der vergangenen Jahrzehnte rund um dieses Fest gewürdigt, gleichzeitig steigt aber auch der eigene Anspruch an die Authentizität der Darstellung. Gerade die mittelalterliche Bekleidung (Gewandung) der Festteilnehmer steht dabei im Fokus. Nach der MAK-Klausur 2015 wurde entschieden, dass eine Projektgruppe, die sich mit dem Thema Gewand befassen wird, gegründet werden soll. Parallel dazu begann die Arbeit der privaten Initiative „I.G. Gewand“ an einer Abhandlung über die Grundausstattung von Mann und Frau in Bretten 1504. Im Januar 2016 fand das erste Treffen aller Gewandbegeisterten der Brettener-MAK Gruppen statt und die Projektgruppe „I.G. Gewand“ wurde offiziell von diesem Gremium beauftragt, Ihre begonnene Arbeit fortzuführen und eine Grundlagenarbeit für dieses Projekt zu schaffen.

Das Ziel ist, das über die Jahre gesammelte Wissen aus Recherchearbeiten und Experimentalergebnissen rund um die Bekleidung des ausgehenden Spätmittelalters zusammenzutragen und die allgemeingültigen Grundlagen zur Kleidung um 1504 darzustellen und sowohl dem Festbesucher, als auch den aktiven Gruppen, praktische Hilfsmittel zur Umsetzung zur Verfügung zu stellen. Um die Kleidung so genau wie möglich abzubilden, wurden hauptsächlich Quellen verwendet, die zwischen 1490-1504 (max. 1510) entstanden und im süddeutschen Raum (Zwischen den Achsen: Frankfurt-Luzern und Straßburg-Wien) verortet sind. Die angebotenen Schnittmuster und Nähanleitungen sind so aufbereitet, dass eine möglichst historisch korrekte spätmittelalterliche Bekleidung daraus entstehen kann, die weitestgehend auf spezielle Details verschiedener Stände verzichtet und daher ‚Peter und Paula Mustermann‘ um 1504 wiederspiegelt. Die Schnitte wurden professionell entwickelt und sind in 4 verschiedenen Größen inklusive Nähanleitung verfügbar.

Ab Januar 2017 sollen im MAK-Projekt Gewand gemeinschaftlich weitere Details der Kleidung erarbeitet werden, welche die verschiedenen spätmittelalterlichen Gesellschaftsschichten (Stände) abbilden. Um die Quellenlage zu vereinfachen soll dazu der Zeitraum der zugelassenen Quellen auf 1470-1504 (max. 1510) ausgeweitet werden. Interessierte sind herzlich eingeladen daran teilzunehmen. Die Erkenntnisse werden allen MAK Gruppen zum Optimieren Ihrer Gewänder frei zur Verfügung gestellt und könnten beispielsweise in einen weiterführenden Band im Rahmen der „um1504 – Die Kleidung“ – Reihe einfließen.

Des Weiteren wird es eine 2. Auflage des ersten Bandes „um1504 – Die Kleidung – Grundausstattung“ über Lindemanns Bibliothek geben. Voraussichtlicher Erscheinungstermin ist Anfang März 2017

In Zusammenarbeit mit der VHS Bretten werden wir im kommenden Semester 3 Gewand-Nähkurse zu den Themen

1) Unterkleid (für Mann und Frau),
2) Überkleid oder Wams&Hose und
3) Accessoires (Goller, Gugel, Taschen)

anbieten – letzterer ist für Mitglieder der MAK Gruppen sogar kostenlos und dieser findet in der Vogtey statt.

Abgerundet wird das Angebot mit dem „authentischen Einkleiden“ der durch die Chronik benannten „Personen“ – begonnen haben wir mit der Recherche zur Familie Reuter / Melanchthon. Ziel ist eine Beschreibung der von dieser Personengruppe getragenen Bekleidung in Wort und Bild, basierend auf  historischen Quellen (Lebensläufen, Chroniken, etc.), und einer kurzen Begründung warum wir uns für diese Bekleidungsteile und Accessoires entschieden haben.

Für weitere Infos, besuchen Sie die Website der I.G. Gewand www.um1504.de. Dort erhalten sie neben einem ersten Einblick in den Gewand-Leitfaden auch die erwähnten Anleitungen und Schnitte direkt zum Herunterladen und könne sich auch das Video (Peter und Paula) ansehen, das Ihnen bei "Ihrem Gewandprojekt" weiterhelfen wird!

Wer jetzt Lust bekommen hat selbst aktiv zu werden und bei unseren Projekten teilzuhaben oder einfach nur Fragen dazu hat - einfach melden unter: gewand1504@gmx.de

Eure

I.G. Gewand

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